Montag, 17. August 2009

Erfolgreiche Zwitterdemo am Inselspital Bern

Wie blog.Zwischengeschlecht.info berichtet, gab es ein gutes Medienecho auf eine Demonstration am Inselspital, um auf die nach wie vor an Babys verbrochenen Zwangsoperationen hinzuweisen.

Auch einen Bericht im Tagi, der sich etwas Näher mit Nellas Geschichte befasst ist im Zuge des ganzen veröffentlicht worden. Dabei schaffte er es schnell in die meistgelesenen Artikel, aber da wird es unfreiwillig zynisch:

Freitag, 14. August 2009

Danke, Luther

Durch einen Bericht in der Onlinemedium Zeit.de; “Schwulenhetze, streng wissenschaftlich”, bin ich erneut auf die Seite von “Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft” gestoßen.

Die Seite hetzt nicht nur gegen Homosexuelle, sondern noch viel Heftiger gegen Transsexuelle. Mit falschen Aussagen selbsternannter Experten und sogar einen Link zu einem amerikanischen Artikel des Bekannten Hetzers Dale O’Leary gibt es, in dem er sich dafür ausspricht, Menschen mit vom Körperbild abweichender Geschlechtsidentität gesetzlich keine gleichen Rechte zu zu gestehen.

Für mich sind hier gleich zwei Sünden vertreten:

1. Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen

2. Du sollst nicht töten

Denn eine Kultur zu fördern, welche den Zugang zu Behandlung für transsexuelle Menschen erschwert und sie zu Verrückten deklariert, fordert die sowieso schon hohe Selbstmordrate unter transsexuellen Teenagern (Schätzungen gehen davon aus, dass ungefähr 2/3 aller Betroffenen mit 18 mindestens einen Selbstmordversuch hinter sich hat)

Die Ironie des ganzen? Transsexuelle und Intersexuelle werden in der Bibel erwähnt – und das nicht als Sünder, sondern stellenweise sogar recht Positiv.

Nun wird sich mancher Bibelkundige allerdings die Augen reiben, denn das wäre ihm wohl aufgefallen?

Dazu ist erst mal etwas Geschichtsunterricht nötig. Im Umfeld des damaligen Israels gab es z.B. den Kult der Cybille, deren Priesterinnen junge Transsexuelle waren, die sich frühzeitig Kastriert hatten – die damals einzige Methode um eine Vermännlichung zu verhindern oder eine Erfolgte zu mildern. Des weiteren gab es die Eunuchen, die aus dem selben Grund aber ohne das Priestertum diese “Operation” an sich durchführten. Reste dieser Kultur gibt es heute noch in Pakistan und Indien. Und eben diese Eunuchen werden explizit erwähnt.

Doch der Bibelfeste Leser wird sich weiterhin wundern – er hat im guten Buch doch gar nichts von Eunuchen gelesen?

Und hier kann er sich nun bei Martin Luther bedanken. Der hat Eunuchen nämlich nicht direkt übersetzt sondern sehr Missverständlich umschrieben.

So findet man z.B. in der englischen Version folgendes:

Matthew 19:12

12For some are eunuchs because they were born that way; others were made that way by men; and others have renounced marriage[a]because of the kingdom of heaven. The one who can accept this should accept it."

Footnotes:

1. Matthew 19:12 Or have made themselves eunuchs

Übersetzt:

Matthäus 19:Vers 12

12 Da einige Eunuchen sind die auf diese Art geboren wurden (Intersexuelle); andere wurden dazu von Menschen gemacht und andere haben der Entsagt [a] für das Königreich des Himmels. Wer dies akzeptieren kann, soll es akzeptieren

Fussnoten:
1. Matthäus 19:12 oder haben sich selbst zu Eunuchen gemacht (Transsexuelle)

In der Lutherbibel, Fassung von 1912 steht:

Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren; und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind; und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es!

Das war aber vielleicht noch zu deutlich, denn in der mit vorliegenden Buchfassung (revidierter Text 1975) steht:

Denn manche sind von Geburt an zu ehelichem Umgang unfähig; andere sind von Menschen dazu unfähig gemacht worden; und wieder andere haben sich selbst dazu unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!

Bei Jesaja 56:2 findet sich:

Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum. Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und an meinem Bund festalten, denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben; das ist besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.

Auch hier findet sich in der englischen Version der Begriff Eunuch. Hat wohl nicht ganz geklappt mit dem ewigen Namen(*), aber wär ich gläubig, würde ich mich auf die Sonderbehandlung später schon freuen :-)

Weitere nette Zitate:

Galater 3:28

28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau. Denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.

5. Buch Mose 23:2

2 In die Versammlung des HERRN darf niemand kommen, dessen Hoden zerquetscht oder dessen Glied abgeschnitten ist.

(Nun ja, andere Frauen durften auch nicht Teilnehmen)

Bei den Aposteln wird die Bekehrung eines Eunuchs beschrieben:

Apostelgeschichte 8:28-38

Philippus und der äthiopische Hofbeamte

26 Ein Engel des Herrn aber sprach zu Philippus: Mach dich auf und geh nach Süden auf die Strasse, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt; sie ist menschenleer. 27 Und er machte sich auf und ging. Da kam ein äthiopischer Hofbeamter vorüber, ein Eunuch der Kandake, der Königin der Äthiopier; er war ihr Schatzmeister. Der war nach Jerusalem gereist, um dort zu beten. 28 Nun befand er sich auf dem Heimweg; er sass auf seinem Wagen und las im Propheten Jesaja.

29 Da sprach der Geist zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen. 30 Philippus holte ihn ein und hörte, wie er im Propheten Jesaja las, und sagte: Verstehst du, was du da liest? 31 Der sagte: Wie könnte ich, wenn niemand mich anleitet? Und er bat Philippus, auf den Wagen zu steigen und sich zu ihm zu setzen. 32 Der Abschnitt der Schrift, den er las, war folgender:

Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtbank geführt;

und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt,

so tut er seinen Mund nicht auf.

33 In seiner Erniedrigung wurde aufgehoben das Urteil gegen ihn;

doch von seinem Geschlecht, wer wird davon erzählen?

Denn weggenommen von der Erde wird sein Leben.

34 Der Eunuch sagte nun zu Philippus: Ich bitte dich, sage mir, von wem spricht hier der Prophet? Von sich oder von einem anderen? 35 Da tat Philippus seinen Mund auf und begann, ihm von dieser Schriftstelle ausgehend das Evangelium von Jesus zu verkündigen. 36 Als sie weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle, und der Eunuch sagte: Schau, hier ist Wasser; was steht meiner Taufe noch im Weg?


28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau. Denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.

Und zu guter letzt, direkt aus der Genesis 1:27

27 Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.

So viel zu den direkten Erwähnungen. Der Wüstengott war auch unter dem Namen El Shaddai bekannt, was “Brust” bedeutet und für Fruchtbarkeit steht. Da von ihm als Vater gesprochen wir, ist er wohl auch eindeutig Zwischengeschlechtlich.

Die jüdischen gelehrten überlegen, ob Sara, Abrahams erste Frau, Intersexuell war. (Eine Zeit lang wurde denn auch mein Blog häufig mit “Sarah intersexuell” gefunden)

Also ist die Bibel Transsexuellen und Intersexuellen gegenüber eigentlich sehr positiv eingestellt. Kirchen dagegen eher weniger. Das Problem ist, dass sie ihren eigenen Lügen glauben und Transsexualität als eine Art Hyperhomosexuell betrachten und Intersexuelle (meist) ignorieren – es gab aber auch schon mehrere Dokumentierte Fälle, wo das Bodenpersonal Intersexuellen nahe legte, das es bei Ihnen in Ordnung sei, wenn sie sich umbrächten.

Auf welche Art Homosexualität zu einer Art Übersünde erklärt wird besitzt seine eigenen Probleme, allerdings lässt sich nicht leugnen das Homosexuelle und Transvestiten in der Bibel schlecht wegkommen.

(*) Kommentatorin Rahab hat erklärt, dass der Name wohl nicht ganz vergessen war: 'tumtum' (tet-waw-mem-tet-waw-mem)

Donnerstag, 13. August 2009

Christiane Völling gewinnt Prozess wg. genitaler Zwangsoperation

Wie blog.Zwischengeschlecht.info ausführlich berichtet hat, strebte Christiane Völlning wegen einer uneingewilligten Operation, bei der ihr funktionierende Fortpflanzungsorgane entfernt wurden, Klage ein. Den Prozess hat sie nun gewonnen.

Dieser Prozess ist für Intersexuelle sehr wichtig, denn Bislang ist es noch nicht gelungen, Operateure wegen unnötigen Operationen, häufig mit Lügengebilden kaschiert, an zu klagen.

Während viele solcher Operationen noch an Kleinkindern ausgeführt werden, die Erwachsen geworden sind häufig auf Grund von Verjährungsfristen und verschwundenen Akten, aber auch gegenseitige Deckung durch die Medizinerkaste keine Klage einreichen konnte, war es bei Christiane nun endlich Erfolgreich. Ich hoffe, das reist eine Mauer ein, die Berichterstattung selbst wird helfen, das Thema Zwangsoperationen an die Öffentlichkeit zu holen und im besten Fall eine Klagewelle auslösen.

Montag, 27. Juli 2009

Fehlinformationen

Zur Zeit gehen zwei Fehlinformationen gross durch die Presse:

Erstens, das Kim Petras die jüngste Person mit einer geschlechtsangleichenden Operation (die eigentlich immer fehlerhaft als Geschlechtsumwandlung tituliert ist.)

Der britische Dailystar will sich besonderst informiert geben:

Previously, the youngest person to have had a sex change was
Cumbrian-born Angel Paris-Jordan, who had the operation in 2002 aged
just 17.

Zuvor war die jüngste Person, die eine Geschlechtsumwandlung hatte, Angel Paris-Jordan aus Cumbrian, die die Operation 2002 im Alter von gerade mal 17 hatte.

Richtig ist allenfalls, das die beiden die jüngsten transsexuell diagnostizierten waren, die sch je in ihrer jeweiligen Heimat einer Operation unterzogen. Erstens gibt es die Zwangsoperationen an Zwitterkindern, die Teils gar nicht so zwittrig sind (Mikropenis reichte oft schon) die an zarten Babies ausgeführt werden, zweitens gibt es andere Kulturen, wo dies früher Möglich ist und drittens weis ich von mindestens einer Deutschen, die vor zwei Jahren mit 16 bei Dr. Suporn operiert wurde (mit Diagnose und Einverständnis der Eltern operiert Suporn ab 16)

Das entgegengesetzte Extrem ist es, das derzeit über die 77 jährige Renee Ramsey als der ältesten Person gesprochen wird, die eine genitalangleichende Operation erhielt, z.B. hier (man beachte die falschen Personalpronomen).

Wieder falsch. Schon meiner Therapeutin ist eine 85 jährige bekannt, die den Weg gegangen ist. Passt wunderbar ins Bild mit der erfundenen Selbstmordrate von 80% oder der immer wieder falsch angegebenen Betroffenenrate.

Montag, 20. Juli 2009

Ein Experiment

Die Webseite des Printmediums Die Zeit besitzt einen Communitybereich, indem es auch nmöglich ist, Leserbeiträge zu schreiben. Ich habe nun einmal versucht, das Thema Berichterstattung vs. Wahrheit über Transsexualität dort zu platzieren und bin sehr auf die Reaktionen gespannt:

http://kommentare.zeit.de/user/bad-hair-days/beitrag/2009/07/20/transsexualit%C3%A4t-f%C3%BCr-journalisten-ein-tabu


"

Wann immer über betroffene Personen oder den Umgang von Gesellschaften mit Transsexualität berichtet wird, wimmeln die Artikel von faktischen Fehlern und beleidigenden Darstellungen. Warum ist das so?

Die Existenz von Transsexualität durchkreuzt Unmengen von Weltbildern.
- Die biblische Dichtomie in Mann und Frau - Mann und Frau werden nahezu wie zwei unterschiedliche Spezies behandelt. Sie findet sich immer dann gerne in der Öffentlichkeit, wenn über "Familliere Werte" geredet wird.
- Die freudsche Psychoanalyse, welche die Psyche eines Menschen am Vorhandensein eines Phallus definiert (Penisneid)
- Die feministische Grundhaltung, der einzige Unterschied zwischen Mann und Frau sei die Erziehung durch Eltern und Umwelt
- Der Biologische Determinismus, z.H. anhand von Chromosomenpaaren (XX = Frau, XY = Mann)

..."

Mittwoch, 15. Juli 2009

Good girl gone bad

Kim Petras hat sich mit ihrem Auftritt vor einigen Jahren bei Stern TV sehr um das Verständnis von Transsexualität verdient gemacht und vermutlich vielen, wenn auch immer noch viel zu wenigen, Transsexuellen Kindern einen Weg aufgezeigt, das rechtzeitige Hilfe möglich ist.

Für sie bedeutete das jedoch leider, dass sie nun fortan immer mit dem Nimbus der bekannten Transsexualität leben muss. Schon damals wurde ihr ein Superlativ von den Medien vergeben: Deutschlands jüngste Transsexuelle - das war gleich doppelt falsch, den
a) wird man Transsexuell geboren, dementsprechend sind schon Babys transsexuell,
b) befanden sich zu der Zeit einige weitere Kinder in Behandlung, also selbst wenn man einen verschluckten Nachssatz (... in Behandlung) hinzudenkt, ist es falsch.

Was das für sie bedeutet, kann man zum Beispiel aus folgendem Blogpost folgern, ähnliche Aussagen habe ich in der internationalen Blogszene oder in den Kommentaren ihrer Youtubevideos gefunden.

Nun nutzt die Gute aber ihren Bekanntheitsgrad fleissig aus, und da sie nun ein Musikvideo veröffentlich hat, wird dieses auch gleich weiträumig Promotet... mit einem neuen Superlativ - sie wäre die jüngste Geschlechtsumwandlungspatientin. Ich bin ziemlich sicher, dass das auch so in der Pressemitteilung steht, denn exakt das ist es, was die Medien, die etwas bringen, als gemeinsamen Nenner für ihre Artikel haben.

Diesen Sensationseffekt auszunutzen, mag für ihre Karriere gut sein, denn das Musikvideo alleine ist bei weitem nicht gut genug, um für Aufmerksamkeit zu sorgen:



Der Sound ist zum einschlafen, die Umsetzung der Choreographie katastrophal.

Leider macht sie mit dieser Art des Marketings so ziemlich alles Gute, was sie durch ihr frühes Outing geleistet hat, wieder kaputt.
Denn wie erhofft stürzen sich die Boulevard Medien darauf und verwursten das Thema aufs schlimmste.

Den schlimmsten Artikel hat die Sun geliefert:
Pop star Kim used to be Tim
(Pop Stern Kim lebte mal als Tim)
Wobei natürlich von Geschlechtsumwandlung (Sexchange) geprochen wird
und
Teen tranny's deebut video
Teenager Transes Videoprimiere
(Und der URL steht sogar transvestite teen - Transvestiten Teenager)

Und der britische Daily Star gibt Nachschlag:
POP QUEEN USED TO BE A BLOKE
Pop Prinzessin lebte mal als Macker

Die Berichterstattung im einzigen deutschsprachigen Medium, bei dem ich etwas gefunden habe betrifft, ist sie bis auf den Titel fast human:
Neue Single, neues Geschlecht, neuer Star? bei 20min

Erst kürzlich habe ich darüber geschrieben, was diese Art der Berichterstattung für Betroffene bedeutet (Worte, die töten), und hier wird es aktiv von Kim Petras (und der Marketingabteilung ihres Plattenlabels) gefördert.

Ganz abgesehen davon, dass du liebe Kim Petras nicht die jüngste mit einer Geschlechtsangleichung bist. Da können Intersexuelle (angefangen bei Micropenis) oder Menschen wie David Reimer ein negatives Lied von Singen und die Deutsche, die vor zwei Jahren schon mit 16 bei Dr. Suporn war, war wohl im positiven Sinn etwas schneller. Und ich habe keinen Zweifel daran, dass in anderen Kulturen wie Thailand früherer (eingewilligte) GaOPs schon öfter vorkamen.

Nachtrag: Jetzt berichtet auch Bild.de - für Bild ein erstaunlich ausgewogener Blick, aber sie kommen auch nicht um ein, vermutlich in den Mund gelegtes "Ich war mal ein Junge!" und die grossen Letter "SIE wusste früh, dass ER ein Mädchen ist!" aus... und natürlich redet auch die Bild von "Geschlechtsumwandlung".

Ich bin erstaunt, dass die deutschsprachigen Boulevardmedien sich etwas besser tun. Vielleicht haben die vielen Proteste nach der Berichterstattung über Lorielle London (siehe z.B. Berichte auf Mut23.de bzw Homepage des Vereins Aktion Transexualität und Menschenrecht E.V.) etwas gebracht haben.

Nachtrag 2: Laut "The Lesbian and Gay Foundation" hat die "Queer youth foundation" Zahlreiche Beschwerden wegen der Berichterstattung der Sun eingereicht. Besonderst ging es dabei um eine Kolumne von Jon Gaunt in der er Kim Petras fehlgeleitet, leicht Krank, Unverschämt bezeichnete und von ihrer Operation als schwere Verstümmelung gesprochen hat. Auch ein Vergleich mit Michael Jackson blieb nicht aus "Und sie dachten, er währe seltsam?"

Donnerstag, 9. Juli 2009

Manchmal reagieren die Medien doch...

Ein Interview mit der Kunstfigur Brüno war auf der Webseite der Zeitung "Zeit" mit folgendem Teaser auf der Startseite verlinkt:

http://www.zeit.de/online/2009/28/interview-brueno

Ab heute ist der schwule Modereporter Brüno nicht nur auf den Laufstegen der Welt unterwegs, sondern auch in den deutschen Kinos. Ein Gespräch über Trends und Transen

Transen? Erstens ist im ganzen "Interview" nichts über irgendwelche Trans-Betroffenen zu lesen, zweitens nährt das das Missverständnis, dass sexuelle Orientierung etwas mit Transvestiten, Transgendern oder Transsexuellen zu tun hat. Eine Assozation dieweder Homosexuelle noch Transbetroffene so sehen wollen. In einem Kommentar führte ich diese Bedenken und auch die gegenüber dem Schimpfwort "Transe" aus... und siehe, der Teaser wurde geändert.

Auch wenn es Ärgerlich ist, dass so etwas überhaupt erst passiert ist, gratuliere ich der Zeit doch, dass sie sich so schnell um Korrektur bemüht hat.